Feintäschner/in

Ausbildung zum/zur Sattler/in Fachrichtung Feintäschnerei

 

 

Ausbildungsplätze: 7
Ausbildungsdauer: 3 Jahre

 

 

 

Werkstattteam: eine Meisterin, ein Sozial­pädagoge und eine Förder­lehrerin

Berufsschule: OSZ Bekleidung und Mode

 

Die Ausbildung im Dualen System ist an das Berufs­bil­dungsgesetz, die Aus­bil­dungs­ord­nung und den Aus­bil­dungs­rahmen­plan für Sattler / Fach­richtung Fein­täsch­ne­rei gebun­den.

Alle zur praktischen Aus­bildung gehörenden Inhalte wer­den in der Werk­statt des Jugend­aus­bildungs­zentrums er­arbeitet.

Damit die Auszubildenden ihre Kennt­nisse, Fähig­keiten und Fertig­keiten nicht aus­schließ­lich in einer außer­be­trieb­lichen Aus­bil­dungs­ein­richtung erwerben, sondern auch die betrieb­liche Arbeits­welt erfahren, können die Aus­zu­bil­den­den auch Praktika in verschiedenen Hand­werks­betrieben ab­sol­vie­ren. Dadurch haben sie die Möglichkeit, nach Be­en­di­gung der Aus­bildung leichter einen Arbeits­platz zu finden.

Nach der neuen Handwerksordnung ist Sattlerei und Fein­täschnerei ein zu­las­sungs­freies Handwerk, das heißt, Fein­täsch­ner/innen können sich als Geselle bzw. Gesellin auch ohne langjährige Berufs­er­fahrung mit einem eigenen Be­trieb selbst­ständig machen.

 

Tätigkeit/Arbeitswelt:

Feintäschner/innen entwerfen und fertigen zum Teil nach Kunden­wunsch, zum Teil nach eigenen Ideen Akten-, Hand-, und Brief­taschen, Geld­börsen, Gürtel und vieles mehr aus Leder, Kunst­stoffen, Textilien und sonstigen Materialien.

 

Ausbildungsinhalte:

Entwurf

  • Lederartikel entwerfen
  • Schnittschablonen anfertigen
  • Material auswählen

Zuschnitt

  • Schnittschablonen auf das Material auflegen, da­bei even­tu­elle Leder­fehler sowie die Material­be­schaffen­heit be­rück­sichtigen
  • Zuschnitt von Hand entlang der Schablonen­kante aus­führen

Schärfen, Spalten

  • Fleischseitiges Verdünnen der Leder­kanten (Schär­fen) mit dem Schärf­messer oder der Schärf­maschine, um die nach­folgende Verarbeitung zu er­leichtern
  • Gegebenenfalls auch die ge­sam­te Leder­fläche verdünnen. Dabei wird das Leder mit einer Spalt­maschine „aufge­spalten“ und dadurch auf eine gleich­mäßige Stärke gebracht

Zurichten der Außenmaterialien

  • Außenleder und Einlagestoffe, durch die das Werk­stück seine Form erhält, zusammenkleben
  • Kanten einschlagen, das heißt umbiegen, dabei häufig gleich­zeitig zusammen mit Einlage­material und Futter­stoff ver­kleben

Ausarbeitung

  • Futter und Reißverschlüsse ein­ar­bei­ten
  • Schlösser, Schnallen, Ringe, Griffe, Schar­niere an­bringen
  • Einbügeln, das heißt Taschen mit Metall­bügeln ver­sehen, die zum Öffnen und Schließen dienen

Verkaufsfertig machen

  • Sichtbare Schnittkanten färben
  • Farbschäden oder -unregel­mäßig­kei­ten aus­bes­sern
  • Verzierungen und Firmen­logos auf­prägen

Sonstiges

  • Maschinen einstellen, Messer schlei­fen, Werkzeug instand halten
  • Reparaturen an Lederartikeln aus­füh­ren
  • Kunden beraten, Aufträge ent­ge­gen­nehmen, Waren präsen­tieren und ver­kaufen

 

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